Lisa's AuPair Jahr

Knigge lässt grüßen...

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Knigge lässt grüßen...


Benimmregeln gibt es in Amerika nicht?? Falsch gedacht!! Viele Amerikaner sind sehr vorbildlich und haben viele Regeln, wie man sich gegenüber anderen Menschen zu verhalten hat.
Hier ein kleiner Einblick:

Begrüßung in den USA

  • Meist begrüßt man sich mit kurzem Händeschütteln. Man blickt sich bei der Begrüßung in die Augen. Der typische US-Amerikaner zeigt bei der Begrüßung bewusst Stärke und Selbstsicherheit. (ÄHHHHHHHH nein, alle haben mich komisch angeguckt als ich ihnen die Hand geben hab, die meisten nicken einfach freundlich oder umarmen dich)

Einladungen in den USA

  • Zur Einladung bringt man in der Regel ein kleines Geschenk mit. In den USA gibt man sich ansonsten recht zwanglos bei Einladungen. (Bei Dinnerpartys oder Einladungen wo man sich schon lange nicht mehr gesehen hat, bringt man üblicherweise kleine Geschenke mit)

Essen und Trinken in den USA

  • Im Restaurant wird man normalerweise vom Personal an einen Tisch geführt. Man darf sich in der Regel nicht einfach irgendwo hinsetzen. Das gilt natürlich nicht für kleine Imbisse, Diners, Bars und ähnliches. Dennoch sollte man beachten: in den USA mag man es selten, wenn sich Fremde einfach zu einem hinsetzen.  (Richtig, in fast allen Restaurants wird einem der Platz zugewiesen, bei Chicken-A-Filet (sowas ähnliches wie McDonals) bringt man einem das Essen) 
  • Zu Tisch gilt das Naseputzen als unfein, dazu sollte man sich auf die Toilette zurückziehen. (Also aufregen tut sich da keiner, aber ich hab echt noch niemanden gesehen der das am Tisch macht :O) 
  • Wenn man die Toilette sucht, sollte man am aber nicht nach der "toilet" fragen. Dies gilt wieder als sehr unfein. Besser man fragt unverbindlich allgemein nach den "restrooms" oder Frauen fragen nach dem "Ladies Room" und Männer nach dem "Men's Room".
  • Der Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit ist in einigen Bundesstaaten gänzlich untersagt, so gesehen muss man auch mal ohne Alkohol zum Essen auskommen. (Richtig, allgemein der Gedanke zum Alkohol ist ein sehr heikles Thema in einigen Bundesstaaten)

Kleidung in den USA

  • In den USA kann man sich in der Freizeit sehr leger kleiden, freizügige Kleidung bei Frauen wird nicht immer gern gesehen.  (Jorr, hier laufen ziemlich viele im Jogger durch die Supermärkte und Einkaufszentren, find ich gut)
  • Zu offiziellen Anlässen sollte man sich angemessen und eher elegant kleiden.  (ja und da meinen die auch wirklich elegant, so mit Kleid und schicker Frisur, das ist etwas übertrieben!! )
  • Auf Einladungen ist oft erwähnt, um was es sich handelt. Steht irgendwo der Zusatz "Black Tie", dann handelt es sich um eine verbindliche und offizielle Angelegenheit und man erwartet beim Herren Smoking und das kleine Schwarze bei der Dame. 

Verhalten gegenüber Beamten

  • In den USA sollte man sich gegenüber Vollzugsbeamten immer möglichst zurückhaltend und ruhig verhalten.
  • Bei der Einreise sollte man alle Anforderungen über sich ergehen lassen. Manchmal kann das sehr lange dauern. Dennoch sollte man immer ruhig bleiben und die Fragen in Schriftbogen oder von Beamten ohne Murren und ernst beantworten. Beamte an Zollstellen verstehen oft keinerlei Spaß (aber das ist in anderen Ländern auch kaum anders).
  • Wenn man von Verkehrspolizisten angehalten wird: immer solange im Auto sitzen bleiben und Hände gut sichtbar am Lenkrad lassen, bis der Polizist einen auffordert, etwas anderes zu tun. Handelt man anders, kann das fatal werden. Polizisten in den USA haben eine geringe Hemmschwelle, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen!

Trinkgeld in den USA

  • Trinkgelder werden eigentlich immer erwartet. In den USA können diese sogar recht hoch sein, denn viele Leute leben praktisch nur vom Trinkgeld. Von daher erwartet der Taxifahrer mindestens 15% des Fahrpreises - gerne aber mehr. (das stimmt, aber langsam hab ich mich auch schon dran gewöhnt. Auch dem Busfahrer steckt man beim Aussteigen was zu)
  • Im Restaurant ist es ähnlich. Hier sollte man nicht unter 10% geben. Auch hier darf es gerne mehr sein, viele Servicekräfte bestreiten wie gesagt ihr Haupteinkommen nur durch Trinkgeld. Eine gewisse Besonderheit können Restaurants in touristischen Gebieten sein. Hier hat man oft das Trinkgeld schon in die Rechnung integriert, weil viele Urlauber einfach nichts gegeben haben. Man erkennt das, wenn irgendwo "Tip is included" draufsteht. Dann braucht man kein Trinkgeld mehr zu geben. (bei Servicekräften ist das echt verständlich, außerdem sind diese meist auch echt sehr nett, hilfbereit und zuvorkommend.Sie füllem einem schon das Glas neu nach obwohl noch was drin ist, fragen alle 5 min nach dem Befinden und sind schnell unterwegs wenn etwas nicht in Ordung geht.Da gibt man gerne was)
  • Wer sich im Supermarkt die Tüte(n) zum Auto bringen lässt, sollte bereit sein einen bis zwei Dollar zu geben. (genauso ist es in Hotels wo dein Gepäck getragen wird, dem Pizza-lieferanten und soweiter..)

Unterhaltung in den USA

  • In den USA kommt man mit den Menschen grundsätzlich immer gut ins Gespräch. Man ist sehr freundlich und betont kommunikativ. Allerdings bedeutet eine freundliche Anrede eines Einheimischen nicht unbedingt, dass er gleich zugetextet werden möchte. Man sollte es immer langsam angehen lassen, denn in den USA wird man so erzogen, andere freundlich anzusprechen. Das heißt aber nicht, dass man unbedingt ein Gespräch sucht.  (ohhhh ja, überall sprechen die Leute einen an, ob der Verkäufer im Supermarkt, der Opi an der Bushaltestelle, die Frau hinter dir in der Schlage im Supermarkt. Jeder frag wie es einem geht, was man so macht oder man unterhält sich über das Wetter. Aber wenn man dagt das es einem gut geht, sind die meisten schon zufrieden)
  • Grundsätzlich sind die Leute oft fast schon extrem freundlich und verteilen gerne Komplimente an einen. Das muss aber nicht immer etwas konkretes heißen, denn oft werden die Komplimente einfach nur so dahin gesagt. (jep, ich bekomm ganz oft komplimente über meine Blümchenschuhe, Leute fragen mich wo ich die Jacke gekauft habe, weil sie sie so toll finden. Eine hat mich schon mal nach meinem Friseur gefragt hihi)
  • Über die Situation in anderen Ländern haben die Leute in den USA wirklich meistens kaum einen Plan. Über Deutschland braucht man da nichts zu erzählen. Oft muss man froh sein, wenn die Leute europäische Länder überhaupt kennen. Und wenn sie es kennen, dann haben sie ein eher oberflächliches Bild über das Land.   (ähhhh jaa, stimmt. Also viele wissen nicht mal wo Deutschland ist und wenn denn denken sie noch die Mauer steht oder wir sind alle für Hitler. Mich haben schon welche gefragt ob wir Internet haben, Kühlschränke und Waschmaschinen. Das einzige was sie kennen sind die deutschen Autos! UND mal ehrlich, es ist auch kein Wunder. In den Nachrrichten kommt nur was aus Amerika, nichts von anderen Ländern. Deutschland könnte also untergehen oder den 3 Weltkrieg anfangen und ich würd es erst mitbekommen wenn Amerika davon betroffen wäre oder es einer bei Facebook posten würde)
  • Kritik an den USA sollte man nie üben. (nop, kommt nicht gut wenn man mal sagt "also in Deutschland ist das aber besser", wie z.B. das Gesundheitssystem oder das Schulsystem. Wenn man es mal erwähnt bekommt man einen bösen Blick und sofort hat man ein anderes Thema)
  • Sexuelle Themen sind meist Tabu, auch religiöse Themen können zur Sackgasse werden. Wer einer Frau zu viele Komplimente macht, könnte missverstanden werden und sieht sich schnell dem Vorwurf der sexuellen Belästigung ausgesetzt.

FKK, Oben Ohne in den USA

  • Auch das ist eine extrem kritische Angelegenheit in den USA, zumal man innerhalb weniger Meilen oft zwischen sehr liberalen und erzkonservativen Gegenden wechselt. Normalerweise ist FKK so ohne weiteres nicht erlaubt, auch Oben Ohne ist normalerweise nicht geduldet - es sei denn man nimmt an Feten wie dem Spring Break oder vergleichbarem teil. Dort ist es aber eigentlich auch nur geduldet. Oben Ohne kann in vielen Bundesstaaten mit erheblichen Geldbußen bestraft werden.
  • Es wird auch selten toleriert, wenn man Kleinkinder einfach so nackt baden lässt!
  • Dennoch gibt es auch in den USA Strände für Nudisten - normalerweise sind sie z. B. als "clothing optional beaches" ausgeschildert. Hier darf der Nudist dann auch mal alle Hüllen fallen lassen.